| KGS erhält Schülerfriedenspreis des Landes Niedersachsen |
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Große Ehre für die KGS Ronnenberg:
Sie wurde von der Kultusministerin Jürgens-Pieper mit dem renommierten Schülerfriedenspreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Hier der Bericht aus der HAZ vom 08.01.2003:
Friedensarbeit fängt im Kleinen an
Die Kooperative Gesamtschule Ronnenberg (KGS) hat für ihr Partnerschaftsprojekt mit der M&K Gertze High School in Rehoboth/Namibia den Schülerfriedenspreis des Landes Niedersachsen 2002 erhalten. Kultusministerin Renate Jürgens-Pieper überreichte den Preis gestern Nachmittag in Hannover.
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Kultusministerin Jürgens-Pieper mit 4 Schülerinnen im Landesgästehaus |
Mit der Auszeichnung werden seit Anfang der neunziger Jahre Leistungen gewürdigt, die das Zusammenleben mit Fremden fördern, die Völkerverständigung verbessern, Gewalt vorbeugen und Vorurteile abbauen. „Friedensarbeit fängt im Kleinen an“, sagte Renate Jürgens-Pieper bei der Preisverleihung im Gästehaus der Landesregierung.
Der dritte und mit 500 Euro dotierte Preis ging dort an die Vertreter der KGS Ronnenberg. „Besonders beeindruckend fand ich die Äußerungen der afrikanischen Schüler auf die Frage, was ihnen der Kontakt mit der KGS Ronnenberg bedeute. Der Tenor war: "Sie fühlen sich als Partner ernst genommen“, sagte die Ministerin.
Bereits seit etwa vier Jahren beschäftigt sich an der KGS eine Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Lehrers Klaus Windolph mit dem globalen Thema Nord-Süd und strebte daher eine Partnerschaft mit einer afrikanischen Schule an. Den ersten Kontakt gab es im Sommer 2001, als neun Oberstufenschüler mit Klaus Windolph und Winfried Baßmann von der Schulleitung für vier Wochen die neue Partnerschule besucht und das Land bereist hatten. Ein Jahr später folgte der Gegenbesuch, und sechs afrikanische Schüler und zwei Lehrer waren in Ronnenberg zu Gast. Beide Reisen wurden von Sponsoren unterstützt.
Das Partnerschaftsprojekt ist mehr als ein gewöhnlicher Schulaustausch, denn die Schüler befassen sich in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit Umweltprojekten am Beispiel des Naturparks Harz und eines Akazienwaldes in Namibia. Darüber hinaus werden die Geschichte der Beziehung zwischen Namibia und Deutschland sowie die Nachwirkungen der südafrikanischen Apartheidpolitik aufgearbeitet.
„Dieses Jahr arbeiten wir an einer eigenen Homepage für das Partnerschaftsprojekt“, berichtete Klaus Windolph. Im nächsten Jahr soll wieder eine Gruppe der derzeit 15-köpfigen Arbeitsgemeinschaft nach Namibia reisen. Die 500 Euro des Schülerfriedenspreises sollten auf jeden Fall projektbezogen verwendet werden, sagte Windolph.
Den ersten Preis erhielten die Adorno-Schule Elze und die Luise-Scheppler-Schule Hildesheim für das gemeinsame Projekt „Annäherung behinderter und nicht behinderter Menschen“. „Jugend heute – Jugend im Dritten Reich“ lautet das Thema der Geschwister-Scholl-Schule Göttingen, die mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde. Nach Mitteilung des Kultusministeriums hatten sich im vergangenen Jahr lediglich neun Schulen um den Schülerfriedenspreis beworben. Wie Renate Jürgens-Pieper betonte, seien aber alle Gewinner „den Anforderungen absolut gerecht geworden“.
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Die Ministerin im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des Namibia-Projektes |