Schulsozialarbeit
C. Friedrich
Ziele
Die Schulsozialarbeit ist ein sozialpädagogisches Angebot, das eigenständig und dauerhaft im Schulalltag verankert ist. Das Angebot ist ständig präsent und ohne Umstände erreichbar. Die Schulsozialpädagogin bringt sozialpädagogische Ziele, Methoden und Herangehensweisen in die Schule ein. Sie eröffnet neue Zugänge zum Leistungsangebot der kommunalen Jugendpflege.
Rechtliche Grundlagen sind das SGB VIII: „ Kinder- und Jugendhilfegesetz“ (KJHG), seine Ausführungsgesetze, Richtlinien, Erlasse und andere ergänzende Regelungen.
Die Schulsozialarbeit richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen der Marie Curie Schule mit dem Ziel, „sie zur Selbstbestimmung zu befähigen, zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen“. (KJHG, § 11, (1))
Die Schulsozialarbeit richtet sich an alle Schüler/innen, „die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind“. Ihnen werden sozialpädagogische Hilfen angeboten, „die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern“. (KJHG, §13, (1))
Zur Zielgruppe zählen insbesondere Schüler/innen aus den Abschlussklassen des Hauptschul- bzw. Realschulzweiges der Marie Curie Schule. Diese Jugendliche sind z. T. aus sozial schwachen Familien, häufiger sind sie ausländischer Nationalität oder Aussiedler. Die Elternhäuser sind von Arbeitslosigkeit, Sprachproblemen und mangelnder Kenntnis über das deutsche Ausbildungs- und Berufssystem geprägt. Der besondere Unterstützungsbedarf ergibt sich u. a. aus Rechtschreibproblemen, Orientierungslosigkeit, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Schulmüdigkeit.
Die Schulsozialpädagogin unterstützt Jugendliche darin, sich über berufliche Interessen klar zu werden, ihre Möglichkeiten, Stärken und Schwächen realistisch einzuschätzen. Sie gibt rechtzeitig wichtige Informationen, unterstützt darin, richtige Schritte zu gehen und gibt dabei den emotionalen Rückhalt.
Bei der Bewältigung von Problemen stehen die Stärkung des Selbstwertgefühles und der Selbstsicherheit der betreffenden Schüler/innen im Vordergrund.
Ziel ist es u. a. Schüler/innen, die bei der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes besondere Probleme haben, konkrete Hilfestellungen anzubieten.
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Claudia Friedrich, Sozialpädagogin |
Es gibt zahlreiche sozialpädagogische Arbeitsfelder. Eine Schwerpunktbildung ist deshalb unerlässlich. Sie erfolgt weitestgehend selbstbestimmt und nach Gegebenheiten der Schule.
Die Arbeitsfelder in der Marie Curie Schule - Standort Empelde lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Arbeitsfeld: Offenes Gesprächs- und Kontaktangebot
Offenes, regelmäßiges niedrigschwelliges Gesprächs- und Beratungsangebot
für Schüler/innen
Arbeitsfeld: Pädagogische Begleitung von Schüler/innen
Schüler/innen mit verfestigten schulischen, beruflichen, sozialen und
persönlichen Konflikten begleiten
Arbeitsfeld: Soziale Kompetenzförderung in Gruppen/Klassen
Förderung der sozialen Kompetenzen der Gruppe/Klasse durch
Sozialtraining
Arbeitsfeld: Freizeitpädagogisches Angebot/Mittagsfreizeit
Unterstützung der Schüler/innen beim Finden und Artikulieren von
Interessen
Möglichkeit zur Begegnung und gemeinsamer Freizeitgestaltung
Arbeitsfeld: Berufsorientierung insbesondere bei Hauptschülern/innen
Förderung der Entscheidungskompetenz der Schüler/innen bei der
Berufswahl
Verbesserung der Handlungssicherheit bei Bewerbungen (u. a.)
Arbeitsfeld: Mithilfe bei der Koordination des AG-/Ganztagsbereiches
Angebote auswählen und ggf. organisieren
Auswahl von außerschulischen Honorarkräften zur Betreuung von Schüler/innen
an ausgewählten Freizeitstationen während der verlängerten Mittagspause der
Marie Curie Schule, ST Empelde
Einbringen sozialpädagogischer Sichtweisen in den Schulalltag
Arbeitsfeld: Projekt- und Konzeptarbeit
Mitarbeit in Lenkungsgruppe Ganztag
Mitarbeit an Einrichtung Trainingsraumkonzept u. a.
Erarbeitung des Konzeptes Sozialtraining in Jahrgang 7
Mitarbeit an dem Aufbau einer Schülerfirma
Mitarbeit an der schuleigenen Lehrstellenbörse, -broschüre
Arbeitsfeld: Zusammenarbeit mit/in innerschulischen Gremien und
außerschulischen Einrichtungen
Schulvorstand
AGs
Teilnahme am Präventionsrat
Mitarbeit bei der Erarbeitung eines städtischen Jugendkonzeptes
Die Sozialpädagogin ist seit dem Schuljahr 2004/05 in der Marie Curie Schule mit 39 Wochenstunden eingesetzt. Mit der Hälfte ihrer Arbeitszeit ist sie im Rahmen des Programms zur „Profilierung der Hauptschulen“ zur beruflichen Orientierung von Hauptschülern/innen tätig. Mit der anderen Hälfte ist sie von der Stadt Ronnenberg beauftragt, an dem Konzept „Aufbau Ganztagsschule“ mitzuarbeiten und es späterhin mit umzusetzen.
Das Büro der Schulsozialpädagogin befindet sich über der Mensa. Es liegt zentral und die örtliche Nähe ermöglicht den Schüler/innen, Lehrkräften und Eltern einen besonders einfachen Zugang. Die hohe Präsenzzeit der Sozialpädagogin fördert darüber hinaus eine einfache und unkomplizierte Kontaktaufnahme.
Voraussetzung für die Beratungstätigkeit ist die Freiwilligkeit der Inanspruchnahme. Schulsozialarbeit sichert allen Beteiligten Verschwiegenheit. Schulsozialarbeit untersteht der Schweigepflicht.
Die Schulsozialarbeit ist Bestandteil eines „Beratungsteams“, das aus speziell ausgebildeten Beratungslehrern/innen besteht. Es arbeitet vertrauensvoll, klar voneinander abgegrenzt und ergänzend zusammen. Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte erhalten hier Unterstützung in vielerlei Hinsicht.
Eine wesentliche Methode in der sozialpädagogischen Arbeit ist u. a. der Beziehungsaufbau und die Beziehungsarbeit. Ein zentraler Aspekt ist hier das Vertrauensverhältnis insbesondere zwischen Schülern/innen und der Sozialpädagogin entstehen zu lassen. Dabei stehen Akzeptanz, Empathie, Echtheit wie auch das Setzen von Grenzen im Vordergrund. Dadurch kann Offenheit und Vertrauen geschaffen werden. Vorhandene Hemmschwellen bauen sich ab. Es entstehen tragfähige Beziehungen und Schüler/innen nehmen daran anknüpfend sozialpädagogische Hilfen bei akuten und persönlichen Problemen in Anspruch.
Die Schulsozialpädagogin berät Lehrkräfte, indem sie sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule einbringt. Die Schulsozialpädagogin unterstützt bei Klassenkonflikten oder akuten Krisensituationen.
Sie nimmt eine Brückenfunktion wahr und vermittelt bei Bedarf spezielle Hilfen durch das Beratungslehrerteam.
Die Schulsozialpädagogin hat unterstützende Funktion bei Erziehungsfragen. Ziel ist es dabei, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken. Bei einer möglichen Inanspruchnahme von weiterführenden erzieherischen Problem- und Krisensituationen vermittelt sie an die Beratungslehrkräfte weiter.
Durch die ständige Präsenz der Schulsozialpädagogin haben Schüler/innen die Möglichkeit, sich auch in Problemsituationen, Rat zu holen. Vertraulichkeit und Freiwilligkeit sind hier wichtige Grundprinzipien. Aus der Beratung kann sich bei Bedarf auch eine längerfristige und systematische Begleitung ergeben. Auch hier nimmt sie eine Brückenfunktion wahr und vermittelt bei Bedarf spezielle Hilfen durch das Beratungslehrerteam.
Es ist ein aufeinander abgestimmtes, unterrichtsergänzendes Konzept zur Berufsorientierung der Hauptschüler/innen an der Marie Curie Schule entstanden.
Verschiedene Bausteine in den Jahrgängen 5 bis 10 führt darin die Sozialpädagogin durch.
Wichtigstes Ziel dabei ist u. a. auch, die Bereithaltung einer verlässlichen Anlaufstelle für alle Fragen der Berufsorientierung.
Begonnen werden die Maßnahmen mit den 5. und 6. Klassen aus dem Hauptschulzweig. Dort wird seit dem Schuljahr 2005/2006 Sozialtraining durchgeführt. In etwa 10 aufeinander folgenden Sitzungen werden die Schüler/innen von der Sozialpädagogin angeleitet, sich mit Themen „Sozialen Handelns“ im Rahmen von erlebnisorientierten Übungen auseinander zu setzen.
Ziel ist es, für den Berufsalltag notwendige Schlüsselqualifikationen kennen und vertiefen zu lernen. Die Klasse soll zu einem „echten“ Team zusammenwachsen und danach handeln. Das Sozialtraining endet in einer erlebnisorientierten Klassenfahrt, die im 6ten Schuljahr durchgeführt wird.
Im 7ten Schuljahr wechseln die Schüler/innen an den Standort in Empelde. Es kommt zu einer veränderten Klassenzusammensetzung. Daran anknüpfend, aber auch mit dem Fokus, eigene Fähigkeiten und Stärken für die Berufswahl auszumachen, wird im Schuljahr 2009/2010 für die Hauptschulklassen an 2 Tagen, ein weiterführendes Sozialtraining von der Sozialpädagogin neu eingeführt.
Es kommen hier unterschiedliche Methoden und Übungen zum Tragen, die die Einhaltung von Gruppen- und Feedbackregeln erforderlich machen. Aktives Zuhören und die Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdeinschätzung sollen u. a. den Teamprozess unterstützen.
Auf Wunsch wird eine 1-tägige Moderation mit dem Thema „Entdeckungsreise in die Berufswelt“ durchgeführt.
Ziel der Moderation ist
die Vorbereitung auf die eigene Berufswahl
die Erarbeitung persönlicher Erwartungen an den Beruf
die Erarbeitung persönlicher Stärken („Persönlichkeitspass“)
die Erarbeitung eines Berufspasses.
Das Freiwilligen Zentrum in Hannover vermittelt freiwillige, ehrenamtliche und berufserfahrene Ausbildungspaten, die Schüler/innen helfen, Berufspraktika und schließlich einen Ausbildungsplatz zu finden. Grundlage dafür ist eine länger andauernde Patenschaft zu einzelnen Schüler/innen, die auf Freiwilligkeit und Vertrauen beruht. Das besondere an diesem zusätzlichen Berufsorientierungsangebotes ist, das die Freiwilligen mit maximal 3 Schüler/innen gleichzeitig Patenschaften eingehen und so eine (zeit)intensivere und engmaschigere Begleitung einzelner Jugendliche über den schulischen Rahmen hinaus ermöglicht wird.
Die Sozialpädagogin koordiniert die Informationsveranstaltungen und Treffen für Schüler/innen und Lehrer/innen und begleitet die Ausbildungspaten kontinuierlich bei entstehenden Fragestellungen.

Die Sozialpädagogin nimmt jedes Schulpraktikum im Hauptschulbereich zum Anlass, um eine Fragebogenaktion durchzuführen. Diese Aktion dient der Feststellung des eigenen, jeweiligen Beruforientierungsstandes. Bei Bedarf erhalten die Schüler/innen, Termine zu einem Einzelgespräch, um konkrete Hilfestellungen in Anspruch zu nehmen.
Inhalte der individuellen Förderungen:
Bewusstmachen der Vielfalt von Berufsmöglichkeiten
Herausfinden der persönlichen Eignung sowie der eigenen Interessen und Stärken
Herausfiltern von infrage kommenden Berufen
Informationen über Berufsbilder ermitteln
Mithilfe bei der Beschaffung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen
Hilfen beim Schreiben von individuellen Bewerbungen und Lebensläufen sowie Anregungen für die optische Gestaltung
Training von Vorstellungsgesprächen
Weitergabe von Einstellungstest zur individuellen Vorbereitung
Weitergabe von Informationen über weiterführende Schulen
Begleitung des Anmeldeverfahrens an berufsbildenden Schulen
Vermittlung von Kontakten zur Agentur für Arbeit
Im Rahmen einer SchiLF Ganztag ist 2007 die Idee entstanden, eine Schülerfirma zu gründen. Die Erfahrungen, die Schüler/innen in der Schülerfirma machen, helfen ihnen u. a. beim Berufseinstieg, da dort Schlüsselkompetenzen wie z. B. Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative gefordert werden. Außerdem lernen die Schüler/innen stets von der Sozialpädagogin begleitet den Umgang mit wirtschaftlichen Geschäftsvorgängen, rechtliche und versicherungsrelevante Aspekt kennen.
Die Geschäftsidee und der dazugehörige –plan sind in Zusammenarbeit mit den Firmenmitarbeitern/innen entwickelt worden. Die Schülerfirma „KGS-Shop“ will fair gehandelte Waren über El Puente und Schreibwaren verkaufen. Im Herbst 2008 hat zur Vorfinanzierung der Waren ein regelmäßiger Waffelverkauf begonnen. Die Waffeln kosten je 0,50 €. Ungefähr 25 € werden pro Woche dabei eingenommen.
Schüler/innen akquirieren, von der Sozialpädagogin angeleitet, als Lehrstellenscouts Ausbildungs- und Praktikumsstellen bei ortsansässigen Ausbildungsbetrieben im Stadtgebiet Ronnenberg. Im schuleigenen Lehrstellenmagazin werden die zusammengetragenen Lehr- und Praktikumsstellen jährlich veröffentlicht.
Ziele der AG sind
das Telefontraining zur geeigneten Kontaktaufnahme mit Betrieben durch zu führen
die gängigen Benimmregeln im persönlichen Gespräch mit Betrieben bekannt zu machen und einzuüben
das Heranführen an die Nutzungsmöglichkeiten gängiger PC Programme
das verantwortungsvolle Einpflegen von Daten für die Internetplattform des Lehrstellen Magazins einzuüben
das Erstellen einer Broschüre.
Der Lehrstellen AG ist im Schuljahr 2007/2008 der Förderpreis für besondere soziale Projekte verliehen worden.
Seit 2005 findet eine Befragung der Abgangsschülerinnen/schüler aus dem 9./10 Hauptschul- und Realschulbereich statt.
Die Befragung hat folgende Ziele:
Aufbau einer „Hospitationsbörse“ von ehemaligen Schülerinnen/Schülern für Schülerinnen und Schüler, die sich noch in der Berufsfindungsphase befinden
Kontinuierliche Beobachtung der Unterbringung der Abgangsschülerinnen/-schüler in Ausbildungsstellen (nach HS und RS getrennt
Kontinuierliche Beobachtung der Vergabe von Lehrstellen im Ronnenberger Stadtgebiet
Erkennung von Trendentwicklungen.
Darüber hinaus können noch weitere Daten, die von Interesse sind, ermittelt werden:
Wie wirkt sich der Migrationshintergrund auf die Vergabe von Lehrstellen/den Besuch von BBSen aus?
Gehen mehr Jungen oder Mädchen in die Ausbildung/BBS?
Wie viele Wiederholer gibt es?
Wie viele wagen den Sprung in die gymnasiale Oberstufe?
Diese Trends können auch jahrgangsbezogen ausgewertet werden.
Diese alljährlichen Auswertungsergebnisse bieten Ansatzpunkte zur Entwicklung neuer Konzepte ( z. B. Vorbereitungskurs auf gymnasiale Oberstufe durch die Leibniz Uni für Ex- Realschüler/innen, Erhöhung der Ausbildungsreife von Schülerinnen und -schülern) und dienen gleichzeitig der Evaluation der Wirkungsweise von zusätzlichen außerunterrichtlichen Unterstützungssystemen wie z. B. der Ausbildungspaten aus dem Freiwilligen Zentrum).
Die Schulsozialpädagogin wirkt daran mit, Schule als Lern- und Lebensraum zu gestalten, sodass alle darin ihren Platz finden, vielfältige Beziehungen entstehen und sich Schüler/innen an der Gestaltung des „Lebensraumes Schule“ beteiligen können.
Die Schulsozialpädagogin berät in sozialpädagogischen Fragen und Erfordernissen und beteiligt sich aktiv an der Schulentwicklung als Schulvorstandsmitglied und im Rahmen der kontinuierlich tagenden „Lenkungsgruppe Ganztag“. Die Schulsozialpädagogin wirkt hier bei der Ausarbeitung pädagogischer Konzeptionen mit. Hier werden Grundlagen für ständige schulische Weiterentwicklungen initiiert.
Hauptschwerpunkte sind in diesem Zusammenhang in
der Durchführung eigener Angebote im „ungebunden“ Freizeitbereich (Offener Anfang)
dem Einrichten und Durchführen der Hausaufgabenwerkstatt
dem Projekt „Aktive Pause“
der Mithilfe bei der Koordination des AG-/Ganztagsbereiches (Babysitterkurs, Hip Hop, Roter Faden, Joblabor)
der Planung, Einrichtung und Durchführung eines Trainingsraumskonzeptes für den Standort Empelde als Teil des Schulentwicklungsprogramms
dem offenen „niedrigschwelligen“ Gesprächs- und Beratungsangebotes für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer und
dem stetigen Einbringen sozialpädagogischer Sichtweisen in den Schulalltag.
Sozialpädagogische Gruppenarbeit umfasst ein breites Spektrum von möglichen Angeboten.
Ein klassenübergreifendes Angebot ist u. a. auch der „Offene Anfang“ im Freizeitraum der Schule. Hier empfängt die Schulsozialpädagogin Schülerinnen und Schüler, die aus den verschiedensten Gründen sich bereits vor Unterrichtsbeginn in der Schule aufhalten. Atmosphärisch entspannt, finden hier Begegnungen zum Austausch, Krökeln oder Billardspielen statt. Bei Bedarf kann auch Tee gekocht werden. Für die Schulsozialpädagogin ist dies ein niederschwelliges Kontaktangebot, dass u. a. auch Vertrauen für spätere Beratungen entstehen lässt.
Schulaufgaben sind ein wesentlicher Bestandteil des schulischen Alltags. Mit der Einrichtung von Ganztagsschulen gehen verlängerte Präsenzzeiten für Schüler/innen einher. Es muss also dafür gesorgt werden, dass die Schüler/innen nach frühabendlicher Heimkehr nicht an den Schreibtisch müssen, um dann (abgespannt) die Schulaufgaben nachzuholen.
Die Hausaufgabenwerkstatt ist zudem ein Angebot für solche Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen mit der Erledigung ihrer Hausaufgaben überfordert sind bzw. keine familiäre Betreuung darin erfahren.
Seit dem Schuljahr 2008/2009 besteht in der Marie Curie Schule eine verlängerte Mittagspause. Die Mittagspause hat für die Schüler/innen einen bedeutenden Stellenwert. An eigens errichteten „Freizeitstationen“ soll auf die Bedürfnisse der Schüler/innen nach Bewegung, nach Kommunikation oder einfach nach Ruhe eingegangen werden. Die Schule verfügt hier über verschiedene Angebote: so können Schüler/innen z. B. beim Billard- und Kickerspielen im Freizeitraum, beim Internetsurfen im Internetcafe, bei Tischspielen in der alten Cafeteria, beim Schmökern und Ausarbeiten von Facharbeiten in Raum 103 (Mediothek), beim gemütlichen Zusammensitzen im Ruheraum oder beim Tischtennisspielen in der Multifunktionalen Halle ihre Freizeit sinnvoll gestalten.
Zu den Aufgaben der Sozialpädagogin gehören hier die Organisation, Auswahl und Koordination von (vertraglichen) Angelegenheiten der außerschulischen Honorarkräfte, der 1 €- und ABM Beschäftigter. Ihr Büro ist hier bei Fragen, Anregungen und Kritik eine Anlaufstelle für alle außerschulischen Kräfte, die Freizeitstationen im Ganztagsbereich der Schule betreuen.
Die Marie Curie Schule hat sich mit dem Ausbau zur offenen Ganztagsschule als erweiterter Lebensraum mit interessanten Freizeit- und Fördermöglichkeiten für Schüler/innen fortentwickelt. Die AGs im Nachmittagsbereich erweitern die Möglichkeiten zum Lernen, Bewegen Spielen und Entspannen. Ca. 30 breit gefächerte AGs werden von Lehrkräften, der Sozialpädagogin, außerschulischen Kooperations- und Honorarpartnern angeboten
Die Schulsozialpädagogin wirkt u. a. auch an der Auswahl von Nachmittagsangeboten mit. Ziel dabei ist den Schülern/innen möglichst viele Angebote einer sinnvollen Freizeitgestaltung bekannt zu machen.
Die Marie Curie Schule verfolgt seit Herbst 2007 das Trainingsraumkonzept, um Störungen im Unterricht pädagogisch zu begegnen. Grundlage dafür ist ein klar verabredetes Verfahren zum Umgang mit Unterrichtsstörungen. Es lässt die Verantwortung für das eigene Handeln bei den Schülern/innen, die den Unterricht stören. Gleichzeitig soll „Lernbereiten“ und Lehrern/innen ermöglicht werden, ungestört zu arbeiten, da der störende Schüler, wenn er nicht bereit ist sein Verhalten zu ändern, nach einer ausdrücklichen Ermahnung sein Verhalten zu ändern, den Unterricht verlassen muss. Die Schülerin/ der Schüler geht dann in den Trainingsraum für eigenverantwortliches Handeln und Denken, um dort nach einem ebenfalls festgelegtem Verfahren, sein Verhalten zu überdenken und erst dann in den Unterricht zurückzukehren, wenn er/sie überlegt hat, wie er/sie sich zukünftig verhalten will.
Die Sozialpädagogin arbeitet bei der Einführung des Trainingsraumes und der Durchführung mit und gehört dem Trainingsraumteam an.
Das Team setzt sich des weiteren aus auch speziell fortgebildeten Lehrerinnen und Lehrern zusammen. Das Team wird ab Herbst 2009 im Trainingsraum, der während der 2. bis 6. Unterrichtsstunde geöffnet ist, arbeiten. Es führt dort die Gespräche mit den betreffenden Schülern/innen und leitet sie an einen „Rückkehrplan“ zu erstellen.
Die Sozialpädagogin wird an regelmäßigen Teamsitzungen und einer Supervision teilnehmen und wirkt an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Trainingsraumkonzeptes und der Evaluation mitwirken.
Die Sozialpädagogin begleitet auf Anfrage, je nach Bedarf, gemeinsam mit Lehrern/innen Schülergruppen zu außerschulischen Veranstaltungsorten wie z. B. an Projekttagen, Klassenfahrten, Schul- und Berufsveranstaltungen. Dies fördert den Beziehungsaufbau bzw. die Beziehungspflege zu Schülern/innen der Marie Curie Schule.
Die Schulsozialarbeit erfordert eine eigene Konzeption, in dem Ziele und Arbeitsschwerpunkte festgehalten sind. Sie wird ständig weiter entwickelt.
C. Friedrich